Die beste Bestattung ist individuell.

Zusammen formen wir Ihre kleinen und großen Abschiedswünsche.

Ob gemeinsam an und mit Ihren Toten oder aus der Entfernung mit mir als Ihre Botin: Sie können Ihren Verstorbenen noch einmal nahe zu sein.

Die Entscheidung sich zu verabschieden muss zügig getroffen werden. Zeitlicher und äußerer Druck können diesen Wunsch überdecken. Nehmen Sie sich einen Augenblick. Intuitiv und mit ein bisschen Vertrauen dürfen Sie Ihrem leisen Bedürfnis beherzt folgen.

Letzte Nacht zu viert

Jona starb im Krankenhaus. Die Eltern wollten ihren kleinen Sohn noch einmal nach Hause bringen. Im Wohnzimmer bemalte und beklebte die Familie den kleinen Sarg. Die Mutter wusch und wickelte ihren Jona, zog ihm eine warme Strickjacke an und legte das tote Kind in sein letztes Bett. Freunde kamen und kochten, gemeinsam aßen, lachten und weinten sie am Küchentisch. Am nächsten Morgen trugen Bruder und Vater den Sarg über die Türschwelle in den Bestattungskraftwagen.

Einfach nur in der Nähe sein und mit leichten Gesten Leere füllen. Im Zusammenhalt und mit etwas Mut können Sie viel für Ihre Verstorbenen, Ihre Familie und sich selbst tun.

Sorgsam ausgewählt

Die Verstorbene hatte zu Lebzeiten eine Skizze angefertigt. Detailgenau bestimmte sie, wie und worin sie im Sarg bestattet werden wollte. Selbstbestimmt aus dem Leben gehen, war ihr wichtig. Mit Lippenstift, der Bernsteinkette, dem Kostüm, den Pumps, Clutch, Parfum. Das Eindrehen des dünngewordenen Haars in Locken konnte ich nicht mehr erfüllen. Dafür aber ruhten die geflammten Rosen in ihren Händen.

Aus der Distanz dabeistehen oder aktiv mitmachen: Wir waschen, kleiden und betten Ihre Verstorbenen. Und Sie haben Gewissheit.

Zu Eigen machen

Seine vier Kinder im Teenageralter haben den toten Vater noch einmal zur Abschiednahme umringt. Nachdem die erste Unsicherheit verflog, zückten die Kinder Edding-Stifte. Sie schrieben luftige Wünsche auf das Sargoberteil, wir hörten den Jazz des Vaters, tranken Kinderpunsch. Für einen Augenblick blieb der Berg der zu lösenden Konflikte hinter ihnen.

Merkwürdig, noch einmal mit den Verstorbenen zu sein. Die Irritation hält nur kurz, denn Sie kennen einander. Die Hände umfassen, die Wange streicheln, ein Kuss auf die Stirn – wie von selbst.

Bewusst entschieden

Ihren Mann noch einmal sehen? Nein, das wollte die Witwe nicht. Aber zu wissen, dass er noch nicht ganz verschwunden, sondern irgendwie in der Nähe ist, tat gut. Zur Dämmerung schaute die Witwe aus dem gemeinsamen Schlafzimmerfenster. Vom 8. Stock aus warf sie ihrem Mann ein “Gute Nacht” Richtung Turmspitze des Südfriedhofes zu.

Dann ist da noch das verschlossene Kuvert mit dem letzten Foto seiner gefalteten Hände. Der Umschlag liegt in der Schreibtischschublade und wartet darauf geöffnet zu werden. Oder auch nicht.

Intensiv zum Feuer begleitet

Auf der Palliativstation hat sich das Paar noch eilig das Ja-Wort gegeben. Bis zuletzt wollte die junge Witwe an der Seite Ihres Mannes sein. Und so kniete sie in der hellen Halle des Krematoriums an seinem Sarg. Dort, wo sie sein Ohr vermutete, las sie mit leiser Stimme einen Liebesbrief vor. Sie faltete das Papier, steckte es zwischen die Gartenblumen auf dem Sarg und nickte dem Kremationstechniker zu: jetzt ist es gut.

Es ist der eigentliche Augenblick der Bestattung. Im Krematorium gehen die Körper zeitgerafft in einen anderen Zustand über. Begleitende Angehörige beschreiben dieses Erlebnis als intensiv, bedeutungsvoll, beruhigend, wichtig.

Sie sind gegenüber einer Abschiednahme unsicher? Stellen Sie mir Ihre Fragen! Ich gebe Ihnen als erfahrene Fachfrau individuelle Empfehlungen, nehme Ihnen Befürchtung oder Berührungsangst.

Die Grablegung

Eine sterbliche Hülle,
so heißt es,
aber was war drin?
Die Psyche,
sagen die Psychologen,
die Seele,
die Seelsorger,
die Persönlichkeit,
sagen die Personalchefs.

Der Schmetterling,
der sich aus diesem Gedrängel
erheben soll,
gehört einer Art an,
von der wir nichts wissen.

von Hans Magnus Enzensberger

 

Mein Rat

Sie wollen Ihre Verstorbenen so in Erinnerung behalten, wie Sie sie zuletzt gesehen habe?
Unbedingt! Diese und viele andere Erinnerungen bleiben Ihnen.

Eine Abschiednahme wirkt positiv auf ein aufwühlendes Bild im Krankenhaus, zu Hause oder am Unfallort. Eine ruhige, geschützte Umgebung kann seelische Erschütterungen korrigieren. Sie gibt Ihnen Sicherheit, dass es Ihren Verstorbenen gut geht. Wir können unseren Jüngsten zeigen, dass es nichts gibt, wovor wir uns fürchten müssen. Wir können uns selbst zeigen, dass Betroffenheit, Tränen und Traurigkeit bei einem Verlust auf natürlichste Weise zu uns gehören. Und, dass wir diese Gefühle aushalten.

Denkmäler

Auf welche Weise möchten Sie Ihre Herzensmenschen bei sich behalten? Ich erfülle Ihren Wunsch nach Möglichkeit. Selbst dann, wenn Sie jetzt noch keine bestimmten Entschlüsse dafür gefasst haben.

  • Haarlocke in einer Schatulle aufbewahrt,
  • Fingerabdruck in ein Schmuckstück eingearbeitet,
  • Erinnerungsfoto der Hände im Sarg behalten,
  • Partien in Gips gefasst,
  • ein Stück zu Edelstein aus Haar oder Asche.

Die Gelegenheit ist einmalig.

Auf einen Blick

  • Hören Sie auf Ihr Bauchgefühl! Wenn in Ihnen das Bedürfnis aufkommt, Ihre Verstorbenen noch einmal zu sehen, lassen Sie es mich wissen.
  • Sie können sich die Begegnung mit Ihren Verstorbenen nicht vorstellen? Für die meisten Umstände gibt es gute Lösungen und Alternativen. Sprechen Sie mich offen an.
  • Ein entschlossenes Ja! oder Nein! Die aktive Auseinandersetzung für oder gegen eine Abschiednahme kann den Trauerprozess positiv beeinflussen.
  • Verschiedene Meinungen und Einflüsse erschweren die Entscheidung? Ihre Verstorbenen hätten eine Abschiednahme nicht gewollt? Wir finden einen Kompromiss, um allen gerecht zu werden.
  • Sie sind nicht vor Ort? Wie weit der Weg auch ist: Fahren Sie langsam! Lassen Sie sich fahren. Wir werden warten, bis sie ankommen.
  • Das Bestattungsgesetz befristet die Überführung vom Sterbeort in Kühlräume auf 24 Stunden. Anschließend bleiben Ihnen mindestens noch ein paar Tage, um sich auf dem Südfriedhof Leipzig zu verabschieden.
  • Die Abschiednahme ist ein intimer Moment, der Ihnen und Ihrem engen Familienkreis allein gehört. Versuchen Sie die Aufregungen im Umfeld für einen Augenblick draußen zu lassen.
  • Kinder zur Verabschiedung mitnehmen? Warum sollten die Jüngsten von vornherein ausgeschlossen werden? Erzählen Sie ihnen, was Sie vorhaben. Fragen Sie sie, was sie davon halten.
  • Benötigen Sie weitere Hilfsangebote? Hier finden Sie trauerbegleitende Unterstützung in Krisensituationen.

Die beste Bestattung ist richtig.